Pavel Singer - ASCHENPUTTEL

 

Regie & Bühnenbild: Manfred Waba

Musik: Pavel Singer

Geschichte & Text: Thomas Jorda

Grafik, Animation, Sounddesign: Andreas Ivancsics

Kamera: Markus Hruska

 

Premiere: 16.Nov. 2013 (Uraufführung)

 

 

Für Aschenputtel wollte Manfred Waba eine Märchenwelt auf die Bühne bringen, die die Kinder von der ersten Sekunde an fesseln sollte. Und dafür musste das Stück natürlich sofort mit einem "Knall" beginnen. Schon während des Einlasses sieht man eine märchenhafte Bücherlandschaft rund um das Buch "Aschenputtel". Auf einer Seite eines offenen Buches sieht man eine Tuschezeichung der Gebrüder Grimm. Diese beiden sollten nun "lebendig" werden und als "Erzähler" in kurzen Videosequenzen durch das Stück führen. Mit viel Witz und Charm ala "Stan Laurel & Oliver Hardy" spielten sich Robert Herzl als Jacob Grimm und Thomas Jorda (der Autor des Stückes) als Wilhem Grimm in die Herzen der Kinder.

 

Der Filmdreh

Nachdem eine grobe Skizze für das Einlassbild fertig war, starteten wir mit den Fimaufnahmen. Markus Hruska von pudelfilm zeichnete sich für die Kameraarbeit verantwortlich. Da die beiden Schauspieler anschließend IN das Buch montiert werden mussten, gab es nur eine Möglichkeit: Bluescreen. Aktuell wird zwar eher Greenscreen verwendet, aber nachdem wir kein Tuch in entsprechender Farbe im Theater auf Lager hatten mussten wir improvisieren. Wir verwendeten eine blau ausgeleuchtete Opera und stellten die Darsteller mit Gegenlicht ca 5m vor die Projektionswand. 

Vom Video zur finalen Animation

Nach dem Videodreh begann die eigentliche Arbeit. Das Video musste überarbeitet werden, der Ton (2 Lectrosonics Funk-Mikroports mit DPA Lavalier unter Gewand montiert) geschnitten  und der fertige Schnitt in die Animation eingesetzt werden.

Für den Effekt einer Tuschezeichnung wurde das 1. Frames des Videos in mehreren Ebenen in Photoshop per Hand übermalt. 

Die Animation im Detail

Ich habe lange über die "märchenhafte Bücherlandschaft" nachgedacht. Der Stil sollte - wie das Bühnenbild von Manfred Waba - "verspielt aber realistisch" sein. Die Idee mit den "Pilz-Häuschen" kam mir bei einem Spaziergang mit meinem Hund "Bandit" wobei euch gleich die ersten Photos entstanden, aus denen dann die Häuschen geformt wurden.

Kleine "Anekdote" am Rande: das Gebäude, das ich als Grundlage für das Haus von Aschenputtel's Stiefmutter gewählt habe ist Teil einer Mühle auf dem Gelände von Schloss Versaille, dessen berühmter Spiegelsaal als Ballsaal im Schloss des Prinzen dient. Die Vorlage für die Aussenansicht des Schlosses in der Animation war eine Sandburg.

Ach ja: "... hab ich schon erwähnt, dass Winter ist? Wenige Tage vor Weihnachten? Und es schneit ganz fürchterlich!" ... folglich auch in der Animation der Szenenbilder ;)

Photos von der Produktion

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