Paul Lincke - FRAU LUNA

 

Regie: Peter Lund

Bühnenbild & Grafik: Sam Madwar

Animation: Andreas Ivancsics

 

Premiere: 8.Juni 2013

 

 

Bei "Frau Luna" hat sich Meister Sam Madwar optisch selbst übertroffen. Er verwandelte den Mond in ein Raumschiff, erinnernd an Klassiker von Jules Verne. Zu Recht wurde sein Bühnenbild 2014 für den Theaterpreis nominiert!

 

Die Ouvertüre sollte komplett mit einem animierten Film bebildert werden (4-5min): Prinz Sternschnuppe fliegt mit seinem "Mondmobil" (in dieser Aufführung eine Art "Porsche mit Flügel"!!) durch Raum & Zeit in Richtung Erde. Dabei soll der "Rauch" seines Gefährts den Titel der Operette ins Weltall schreiben.

 

 

Das Raumschiff fliegt auf der Reise zur Erde durch ein Asteroidenfeld. Die "Warp-Sprünge" zu Beginn und Ende der Szene waren ein musikalischer Cue innerhalb der Ouvertüre.

Abgesehen von den Partikeleffekten die einzige Szene mit "richtigen" 3D-Objekten. 

 

 

Nach dem Asteroidenfeld taucht langsam die Erde im Bild auf, das Raumschiff fliegt weiter auf den Planeten zu, taucht schließlich durch die Wolkendecke, überfliegt Europa und landet in einer Gasse in Berlin 1899.

 

Folgendes Video zeigt eine Animation der "drehenden" Erde, erstellt mit Adobe After Effects. Der Planet ist hierbei "lediglich" 2.5D - heißt nicht wirklich dreidimensional! Es "sieht nur so aus" ;)

 

Ein paar Eindrück von den Animationen aus "Frau Luna" (großteils aus der Ouvertüre) - inkl. Outtakes ;)

 

Sam Madwar hat noch n kleines "Behind the Scenes" über die Entstehung des Bühnenbildes veröffentlicht. Das darf natürlich nicht fehlen: der Meister bei der Arbeit ;)

 

Kurz zum Inhalt:

 

Fritz Steppke ist Mechaniker und wohnt zur Untermiete bei der Witwe Pusebach in Berlin. Er ist verlobt mit der Pusebach-Nichte Marie und sehr interessiert an der Fliegerei und an Außerirdischem. Er bastelt einen Ballon für die Mondfahrt. Mit von der Mondpartie sind auch die besten Freunde Lämmermeier und der Pannecke. In Handlung und Text erscheint zahlreicher Berliner Etagen-Kolorit, bevor sich die Gondel des Steppke-Ballons eines Nachts heimlich in den Berliner Himmel erhebt, Zielrichtung Mond. Da er sich vorher schlafen legt, wird im Original offengelassen, ob die Reise real oder nur im Traum geschieht. Der Mond scheint ein ewiger Vergnügungspark zu sein. Venus, Mars und die Götter der Gestirne geben sich ein Stelldichein bei rauschenden Festen.

Prinz Sternenschnuppe liebt Frau Luna, doch diese interessiert sich momentan nur für Steppke. Theophil erkennt in Frau Pusebach eine nächtliche Liaison auf der Erde. Pannecke, mit dem sie eigentlich verbunden ist, bändelt mit Frau Venus an. Theophil liebt Stella und besorgt den Reisenden das Sphärenmobil des Prinzen, denn der Ballon ist geplatzt. Nach einigen Turbulenzen findet jeder Topf seinen Deckel und die Erdbewohner reisen zurück in der Erkenntnis, dass es auf dem Mond auch nicht anders zugeht als in der heimischen Mansardenwohnung. Fritz Steppkes Traum vom Fliegen wird wahr, seine Verlobte Marie verschafft ihm eine Stelle beim ersten Luftschiffskapitän Graf Zeppelin.

(Quelle: Wikipedia)

 

 

 

Zum Abschluss noch ein paar Photos von der Produktion: