Nora Ephron, Marcy Kahn - HARRY & SALLY

 

Regie: Marcus Strahl

Bühnenbild: Martin Gesslbauer

Bühnenbild-Entwurf: Andreas Ivancsics

Grafik & Animation: Andreas Ivancsics

 

Premiere: 07.November 2014

 

 

 

                                                              

Marcus Strahl wollte für die Theaterversion des bekannten Films mit Meg Ryan und Billy Crystal den filmischen Touch mithilfe von animierten Projektionen und Videointerviews auch auf der Bühne beibehalten.

 

Der Wunsch ging selbstverständlich Richtung Vollbild-Projektion. Nachdem die Schaubühne Wien aber auch in kleineren Theatern spielt (auch auf Tour) wo platzbedingt nicht immer eine Rückprojektion möglich ist kann nur aus dem Zuschauerraum auf die Bühne projiziert werden, was allerdings 2 unschöne Nebenwirkungen hat:

 

  1.               a) Die Darsteller werden ebenfalls von der Projektion getroffen 
  2.               b) und sie werfen Schatten auf die Projektionsfläche

Um diese Probleme zu umgehen war die Überlegung einfach nur einen Teil der Wand mit der Grafik (zB ein Fenster) zu beleuchten und den Rest mit Requisiten und Mobiliar zu füllen. 


So könnte man gezielt den Effekt mindern, dass die Darsteller zu oft durch die Projektion laufen. Da das Stück aber auch auf Tour ging, musste die Lösung nicht nur praktikabel sondern auch transportabel sein. Mein Vorschlag war eine mobile Projektionswand auf einer Schiene, die an bestimmten Positionen einrasten kann. 


Diese Lösung wurde letztendlich auch von Martin Gesslbauer (scherzo Werkstätten) adaptiert und umgesetzt. In jeder Szene steht die Wand an einer anderen Position und die Projektion definiert den Raum. Hier noch ein paar Beispiele:


Nachdem der "Weg" klar war, mussten "nur noch" die jeweiligen Szenenbilder ausgearbeitet werden. In Sally's Apartment sieht man durch ein Fenster die NewYorker Skyline mit vorbeiziehenden Wolken und wechselnden Lichtstimmungen (Tag/Nacht), im Coffeshop gehen Leute vor der Auslage vorbei, das AmerianDiner hat eine typische Jukebox und ein flackerndes Neon-Sign, zu Silvester gibt es ein animiertes Feuerwerk, Schneefall auf der Dachterrasse, uvw.



Natürlich dürfen hier ein paar Eindrücke von den Proben nicht fehlen:

Copyright Rolf Bock

 

Genau wie im Film gibt es auch im Bühnenstück Video-Interviews von Paaren die erzählen, wie sie sich kennen- und lieben gelernt haben. Im Original befragte man Amateure von der Straße und nur die besten/lustigsten Geschichten schafften es in den Film. Marcus Strahl griff für sein Bühnenstück auf bekannte Gesichter aus der österreichischen Theaterwelt zurück. Die Geschichten waren zwar frei erfunden, aber der Großteil der Beteiligten sind auch im wahren Leben ein Paar.

 

 

Noch Monate vor Probenbeginn und ebenfalls lange vor den oben beschriebenen Arbeiten am Bühnenbild musste selbstverständlich schon an Werbung gedacht werden. Im Vorfeld hatte ich diesmal auch das Vergnügen die Werbeplakate für die Produktion entwerfen zu dürfen.